Eingewöhnung
Wie läuft sie in unserer Einrichtung ab?
Sie sollten für die Eingewöhnungszeit einen längeren zeitlichen Spielraum einplanen. Ungeduldiges Verhalten vermittelt dem Kind das Gefühl, „abgeschoben“ zu werden.
Die Eingewöhnung sollte, wenn möglich durchgängig von derselben Bezugsperson begleitet werden (Vater, Mutter, Oma, Opa. etc.)
Kinder spüren es, wenn es zur Trennung kommt und die Bezugsperson sich nicht sicher fühlt das Kind in unsere Obhut zu geben.
Aus diesem Grund sollte sich die Bezugsperson, genau wie das Kind in unserer Kita angenommen und wohlfühlen.
Eine offene Kommunikation zwischen Ihnen und uns ist uns daher sehr Wichtig, an jedem Tag der Eingewöhnung.
Die Eingewöhnungsphase geschieht dann, individuell angepasst, in Etappen.
An den ersten Tagen kommt die Bezugsperson mit dem Kind gemeinsam, für ein bis zwei Stunden, in die Kindertagesstätte und hält sich zusammen mit ihm im Gruppenraum auf.
Dies ist eine herausfordernde Zeit für das Kind, indem es viele neue Eindrücke verarbeiten muss.
Die Bezugsperson erhält einen Platz im Gruppenraum (Elternstuhl).
Es ist wichtig, dass Ihr Kind jederzeit Blickkontakt mit Ihnen aufnehmen kann. Das gibt Sicherheit. Sie als Bezugsperson sollten sich hierbei eher passiv verhalten und es einfach genießen, Ihr Kind bei seinen Erkundungen zu beobachten.
Auf keinen Fall sollten Sie Ihr Kind drängen, sich von Ihnen zu entfernen.
Auch sollten Sie es zulassen, wenn das Kind Ihre Nähe sucht.
Ihre Aufgabe ist es, dem Kind einen „sicheren Hafen“ zu bieten.
Das Kind muss das Gefühl haben, dass es zu jeder Zeit ihre volle Aufmerksamkeit hat.
Nach einiger Zeit versuchen die Erzieher*innen vorsichtig Kontakt zu Ihrem Kind aufzunehmen, ohne sich aufzudrängen.
Unterstützen Sie das Interesse des Kindes an den Erzieher*innen.
Sollten einige Dinge für Sie unklar sein, fragen Sie bitte gerne nach. Es ist besser, die Dinge gleich zu klären, als nicht richtig informiert zu sein.
Wichtige Regel: Kein Trennungsversuch ohne vorherige Absprache in den ersten Tagen!
Am Trennungstag sollte sich die Bezugsperson vom Kind verabschieden, den Raum verlassen aber in den Räumlichkeiten der Kita verbleiben.
Diese Trennung erfolgt erst, wenn ihr Kind sich im sicheren Spiel befindet.
Die Reaktionen des Kindes sind der Maßstab für die Fortsetzung oder den Abbruch dieses Trennungsversuches:
Gleichmütige, weiter an der Umwelt interessierte Reaktionen – die Trennung kann auf max. 30 min ausgedehnt werden
Dies gilt auch dann, wenn das Kind zu weinen beginnt, sich aber rasch und dauerhaft von den Erzieher*innen beruhigen lässt.
Wirkt das Kind nach der Trennung von der Bezugsperson verstört oder beginnt untröstlich zu weinen, so muss die Bezugsperson sofort zurückgeholt werden.
Wenn Ihr Kind sich beim Trennungsversuch am Trennungstag von den Erzieher*innen trösten lässt, bzw. gelassen auf die Trennung reagiert, sollte die Zeit, die Sie außerhalb der Gruppe verbringen, verlängert werden.
Die Eingewöhnung ist beendet, wenn Ihr Kind die Erzieher*innen als „Sichere Basis“ akzeptiert hat.
Die Eingewöhnungszeit bis zu diesem Zeitpunkt ist für die Bezugsperson bindend. Dies muss nicht heißen, dass Ihr Kind nicht weint, wenn Sie sich nach dem Bringen von Ihm verabschieden. Damit drückt das Kind nur aus, dass es Sie lieber bei sich hätte.
Wichtig:
Verabschieden Sie sich liebevoll aber bestimmend von Ihrem Kind! Der beste Abschied ist kurz, entschlossen und aufmunternd! Unser gemeinsames Ziel ist es zunächst, dass Ihr Kind für ca. 2 Stunden alleine die Kita besucht. Dieses Zeitfenster wird langsam gesteigert, individuell an Ihr Kind angepasst, bis wir die von Ihnen gebuchte Betreuungsform erreichen.
Wie viel Eingewöhnungszeit das einzelne Kind braucht, hängt von verschiedenen Faktoren ab – seiner individuellen Entwicklung, seinen eigenen Bedürfnissen, dem Alter des Kindes.
In den meisten Fällen dauert die Eingewöhnung etwa 14 Tage, im Einzelfall auch mal mehrere Wochen, bei machen Kindern sind 6 Tage ausreichend.

